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Quartiersführung – Jüdisches Leben im Quartier: Hospitalviertel

Do., 06. Nov.

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Hospitalplatz / Ecke Büchsenstraße

mit Noémi Berger, Prof. Dr. Roland Müller, Pfarrer i.R. Eberhard Schwarz

Anmeldung abgeschlossen
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Zeit & Ort

06. Nov. 2025, 17:00 – 18:30

Hospitalplatz / Ecke Büchsenstraße, Hospitalstraße & Büchsenstraße, 70174 Stuttgart, Deutschland

Über die Veranstaltung

Veranstalter: IRGW, Forum Hospitalviertel e. V.


Unkostenbeitag: 5,00 €


Anmeldung (Besuch der Synagoge) unbedingt erforderlich bis 15.10


Bitte bringen Sie einen gültigen Personalausweis oder Pass mit


Männliche Besucher benötigen eine Kopfbedeckung


Seit Herzog Eberhard im Bart im Jahr 1477 die Vertreibung der Juden aus dem Gebiet des Herzogtums Württemberg veranlasst hatte, lebten lange Zeit gar keine und danach nur wenige Juden in der Residenzstadt Stuttgart. Mit dem Aufstieg Württembergs zum Kurfürstentum 1803 und zum Königreich 1806 änderte sich das allmählich. Im Gegensatz zu den Katholiken, die sehr schnell die vollen Bürgerrechte erhielten, war der Weg bis zur

Emanzipation der Juden viel länger und mühevoller. Das Untertanenrecht wurde ihnen schließlich 1828 zugestanden, die uneingeschränkte staatsbürgerliche Gleichberechtigung erst nach und nach in den folgenden vier Jahrzehnten.


1837 konnte die Israelitische Gemeinde einen Betsaal in der Lange Straße 16 einrichten. Damit rückte das Hospitalviertel in den Mittelpunkt des religiösen und kulturellen Lebens der Stuttgarter Juden. Und dies war erst recht der Fall, nachdem die Gemeinde 1856 in der Hospitalstraße 36 einen Bauplatz erworben und unter beträchtlichen finanziellen Opfern ein repräsentatives G“tteshaus errichtet hatte. Die Synagoge in der Hospitalstra-

ße bildete seither den Mittelpunkt des jüdischen Lebens in Stuttgart und der wachsenden Gemeinde.


Ganze 24 Juden hatten in der Landeshauptstadt und ihrer Umgebung das nationalsozialistische Terrorregime überlebt. Einige kehrten aus der Deportation heim, zudem befanden sich unter den „Displaced Persons“ zahlreiche Juden. Die „Israelitische Kultusvereinigung Württemberg“ (IKVW) bildete sich.


Das Gelände in der Hospitalstraße diente zunächst als Schuttabladeplatz. Die Gemeinde wehrte sich vehement gegen eine von der Stadtverwaltung vorgesehene Neunutzung des Grundstücks und begann 1948, die Wiedererrichtung der Synagoge zu planen. Die festliche Einweihung fand am 13. Mai 1952 statt. Prof. Dr. Roland Müller, bis 2021 Leiter des Stadtarchivs Stuttgart, und Pfarrer i. R. Eberhard Schwarz, Forum Hospitalviertel, führen zunächst durch das Viertel. Im Anschluss führt Noémi Berger durch die Synagoge.

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