

Do., 12. Nov.
|Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Historisches Symposium: Zwischen Assimilation und Abgrenzung
Die jüdische Minderheit und die Mehrheitsgesellschaft
Zeit & Ort
12. Nov. 2026, 14:30 – 18:00
Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Konrad-Adenauer-Straße 16, 70173 Stuttgart, Deutschland
Über die Veranstaltung
Orientiert an dem Motto der Jüdischen Kulturwochen Stuttgart gehen wir bei dem Symposium der Frage nach, wie sich das Miteinander zwischen Jüdinnen und Juden und der Mehrheitsgesellschaft entwickelt hat: Anfeindungen und Bedrohungen ziehen sich zwar durch alle Epochen, dennoch lassen sich über die Jahrhunderte verschiedene Phasen beschreiben - ausgehend vom Zeitalter der Aufklärung über die weitgehende Emanzipation im 19. Jahrhundert bis hin zum Holocaust. Und auch die Entwicklung nach 1945 verlief nicht gradlinig, sondern in Wellen.
Das historische Geschehen wirkte sich jeweils direkt oder indirekt auf das jüdische Selbstverständnis aus, ebenso gekennzeichnet durch den Wunsch nach Assimilation als auch durch bewusste Abgrenzung und Wahl eines eigenen dezidiert jüdischen Weges.
Die Vorträge:
1. Bekenntnis oder Anpassung – wie jüdisch / christlich waren (oder fühlten sich) die Mendelssohn Bartholdys?
Dr. Thomas Lackmann, Mendelssohn-Gesellschaft, Berlin
2. Zwischen Assimilation und Abgrenzung: Identifikationswandel in Folge historischer Entwicklungen
Dr. Joel Berger, Stuttgart
3. Die Bedeutung des Auschwitzprozesses für die Einstellung der Mehrheitsgesellschaft zum Judentum
Dr. Katharina Rauschenberger, Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt
4. Entwicklung des Antisemitismus in Baden-Württemberg seit 1945
Dr. Robert Ogman RIAS Baden-Württemberg, Stuttgart
5. Wie wirken sich Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur aus?
Dr. Martin Ulmer, Tübingen
Moderation: Susanne Wetterich, Stuttgart
Homepage Veranstalter: https://www.hdgbw.de/
Eintrittspreis: kostenfrei
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de oder Tel. 0711 / 212 3989
